Runtastic Mountain Bike Pro

Apps, Testberichte

Runtastic stellt mit der kostenpflichtigen App Runtastic  Mountain Bike Pro ein Spitzeninstrument zum kleinen Preis bereit. Doch hält die App was sie verspricht?

Installation und erste Benutzung

Die Installation der App ist simpel. Leider sind meine Erinnerungen daran nicht mehr so gut, da ich die App lange bevor ich die Entscheidung traf einen Blog zuschreiben, installiert habe. Doch ich meine mich daran zu erinnern, dass Runtastic auch ein Nutzerkonto haben möchte. Dies war kein Problem, da eh schon ein Konto vorhanden war – von der Runtastic Lauf App. Dieses ist identisch und kann für Mountain Bike Pro verwendet werden.

Überhaupt: Die App ähnelt im Erscheinungsbild sehr stark der Lauf App. Doch ist Runtastic Mountain Bike Pro auf die Bedürfnisse von “Mountain Biker” abgestimmt. Ich setze dies in Anführungszeichen, da ich behaupte (aber noch nicht direkt überprüft), dass die App nahezu identisch ist mit der App Runtastic Road Bike Pro. Vielleicht unterscheidet sich die App in der Art und Weise , wie Kalorien berechnet werden …

Doch nun aber zur App.

Der Hauptscreen von Runtastic Mountain Bike Pro

Wer schon zum Joggen Runtastic benutzt, wird mit dieser App sofort zurecht kommen. Ein Blick auf den Hauptscreen genügt.

Mainscreen von Runtastic Mountain Bike Pro

Wie auf dem Bild zu erkennen ist, verwendet Runtastic Open Street Maps/Open Cycle Maps. Wie von der Läufer App bekannt, ist der Hauptbildschirm in zwei Abschnitte aufgeteilt. Im oberen Teil findet man alle wichtigen Trainingsparameter. Es werden sechs (acht) frei konfigurierbare Segmente angezeigt. Ein Tipp auf das Zahnradsymbol und schon kann man sich die Anzeigen so hinschieben, wie man es gerne möchte. Das sechste Segment besteht aus drei einzelne Anzeigen, die ebenfalls konfiguriert werden können. Hier im Bild zu sehen: Cadence, Herzfrequenz und Geschwindigkeit.

In der unteren Hälfte wird eine Karte dargestellt, in der per GPS der Streckenverlauf live eingezeichnet wird. Oben rechts und links befinden sich auf der Map zwei Button. Dieses dienen dazu die eigene Playlist (Motivation) zu starten, sowie um die Sprachansage zu starten/konfigurieren. Sicherlich ist es ganz schön auf dem Bike Musik zu hören. Doch es verkehrsrechtlichen Gründen sollte man diese Funktion wirklich nur im Gelände verwenden, zum Beispiel beim Mountainbiken.

Ganz unten am Bildschirmrand befinden sich die fünf Menü Buttons: Aktivität, Verlauf, Routen, Offline-Karte und Einstellungen. Der erste Menüpunkt liefert den Startbildschirm (siehe oben) und zeigt die aktuelle Aktivität. Im Verlauf kann man sein Trainingshistorie anschauen. Die aufgezeichnete Fahrt lässt sich nochmals aufrufen und, wie bei der Läufer App auch, wird die Fahrstrecke farbig dargestellt. Doch dazu später mehr. Im Punkt Routen kann man sich eine gespeicherte Route auswählen – eigene oder von Anderen erstellte Routen (im Runtastic Onlinebereich). Beim Punkt Offline-Karte kann man sich im Voraus einen Kartenabschnitt downloaden, um später das Datenvolumen zu schonen. Last but not Least kommt man über den Menüpunkt Einstellungen zur Konfiguration der App. Hier werden auch die Bluetooth Smartsensoren kontaktiert.

Bluetooth Smartsensoren mit der App Runtastic Mountain Bike Pro verbinden

Bis zu diesem Zeitpunkt machte die App einen Riesenspass: eben einen solchen, wie ich es auch schon von der Läufer App kannte. Von den technischen Möglichkeiten begeistert rüstete ich mein Equipment auf: Zunächst bestellet ich einen Noname Cadence-/Speedsensor aus einen chinesischen Onlineshop. Diesen ans Rad montiert, aktiviert (durch Bewegung) und – NICHTS. Ein Sensor wurde zwar erkannt aber nicht identifiziert. Dem Sensor wurde die ID 0 zugeteilt. Das Signal war schwach, doch der Sensor lieferte ein Signal. Nach einigem Probieren funktionierte aber die Geschwindigkeits Anzeige. Da nur ein einzelner Sensor vorhanden war, beschloss ich, weitere Bluetooth Sensoren zu kaufen: die BTwin Speed- and Cadence Sensoren. Nach der Montage sollten diese aktiviert werden. Doch was passierte? Beide Sensoren erhielten die ID 0. Somit haben sich beide Sensoren gegenseitig gestört. Darüber stark verärgert kontaktierte ich den Support von Runtastic. Nach kurzen 3 Tagen erhielt ich eine Antwort. Diese möchte ich nicht vorenthalten:

… Beachte bitte, dass wir Hardware von Drittherstellern nicht absichtlich blockieren.

Grundsätzlich arbeiten wir natürlich daran, den allgemeinen Industrie-Standard einzuhalten. Das heißt, dass Hardware, die sich an den gleichen BTLE Standard hält, mit der Runtastic App kompatibel sein sollten. Hierfür gelten folgende Voraussetzungen: …

Merkwürdig ist nur, dass andere Apphersteller eine Kompatibilität zu den Sensoren von Decathlon herstellen können. Nur Runtastic scheint dieses nicht hinzubekommen … Leider wird die App auch nicht mehr so regelmäßig gepflegt. Das letzte Update von Runtastic Mountain Bike Pro war vor 10 Monaten (Stand: 8. Juni 2019).

Wenigstens wurde der Herzfrequenzsensor erkannt, so dass man zumindest diese Daten für die Trainingsaufzeichnung hat.

Eine Alternative: Da immerhin, wenn auch nicht richtig, ein Sensor erkannt wird, mit der ID 0, kann man diesen für die Trittfrequenz benutzen. Die Geschwindigkeit würde dann per GPS ermittelt. So kann wieder die Daten mit einander vergleichen.

UIX von Runtastic Mountain Bike Pro

Das Userinterface und die Nutzung von Runtastic Mountain Bike Pro ist intuitiv und simpel. Das Display lässt sich einfach an die eigenen Bedürfnisse anpassen, so dass man alle wichtigen Daten immer im Blick hat. Ein Tipp auf das Zahnradsymbol genügt und man kann die einzelnen Segmente der Anzeige austauschen. Möchte man (fast) nur die Karte während der Fahrt sehen, so genügt ein Tipp auf das Pfeilsymbol direkt an der Trennung der beiden Bereiche.

Mehr braucht man eigentlich nicht während des Trainings.

Auswertung der Trainingsdaten

Bei der Auswertung der Trainingsdaten geht Runtastic Mountain Bike Pro einen eigenen Weg: Wie aus der Läufer App bekannt, wird die zurückgelegte Strecke farbig dargestellt. Kilometer Punkte werden in der Karte eingeblendet. Die angezeigten Farben können verschiedene Eigenschaften darstellen: Geschwindigkeit, Höhenmeter und Steigung. Leider fehlt ein Bezug zu Herzfrequenz und/oder Trittfrequenz. Höchstwahrscheinlich wird hier auch nicht mehr nachgebessert, da, wie weiter oben schon beschrieben wurde, seit Längeren keine Updates mehr erschienen sind. Schade – eigentlich ist es eine schöne App.

Navigieren mit Runtastic Mountain Bike Pro

Man hat die Möglichkeit sich fertige Touren auf das Smartphone zu laden. Dieses geht ausschließlich im Onlinebereich von Runtastic. Dort kann man fertige Strecken anderer User wählen oder aber selbstgefahrene Strecken als Tour abspeichern und dann in die App laden.

Wie Runtastic als Navigationsgerät funktioniert habe ich noch nicht getestet. Dieses wird demnächst nachgeholt.

Fazit

Runtastic Mountain Bike Pro ist eine rundum gelungene App. Nur leider mit gravierenden Fehlern im Bereich der Smart Bluetooth Sensoren. Bevor man nun die €4,99 im Store ausgibt, kann man sich lieber die kostenlose Version laden. Die erfüllt genauso ihren Zweck. Wer sein Training genauer Steuern und Kontrollieren will, ist sicherlich mit einer anderen App besser bedient.

Bilderstrecke

Hier siehst Du einige Bilder von Runastic Mountain Bike Pro.

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Download

Klicken Sie auf den jeweiligen Store, um die App zu laden.

App Store Logo 

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